Meine Erfahrungen in der Konzertfotografie

Auf meinem ersten Konzert von meinem Lieblingssänger Teesy wurde ich direkt ins kalte Wasser geschmissen. Am 1 Stunde vor Beginn erfuhr ich, dass ich auf dem Konzert fotografieren durfte. Also flitzte ich los und stand noch rechtzeitig vor Beginn im Fotograben neben 6 anderen Pressefotografen. Die ersten drei Songs waren schnell vorbei, also beeilte ich mich so viele Fotos wie möglich zu machen. Danach mache ich noch ein paar Fotos von hinten und hatte so meine umfassende Konzertreportage schnell zusammen. Die Fotos konnten sich sehen lassen. Für mein erstes Konzert sind sie einfach total klasse geworden. Trotz dessen ich nicht wirklich viel Ahnung davon hatte. Danach fotografierte ich regelmäßig in der TraumGmbH die Konzerte und auf der Kieler Woche 2018 ergatterte ich mir einen Presseausweis für die Hörnbühne und konnte so das Konzert von Felix Jaehn fotografieren. Es macht mir immer sehr sehr viel Spaß so nach dabei zu sein und die Gefühle der Künstler und der Fans durch die Kamera festzuhalten. 

Meine Kamera & wie ich sie einstelle

wie die meisten mittlerweile wissen, fotografiere ich immer mit der Nikon D750. Es ist mein absoluter Favorit, für eigentlich alle Arten der Fotografie. Die Konzertfotografie meistert die deshalb so gut, weil sie besonders lichtstark ist. Das ist einfach klasse. Außerdem benutze ich das 50mm 1,8 Objektiv, wo sich viele wahrscheinlich an den Kopf fassen. Ich komme damit allerdings so gut klar, dass mir die Festbrennweite gar nichts mehr ausmacht. Obwohl ich nicht ganz so toll variieren kann, wie zum Beispiel mit einem Zoomobjektiv, so reicht mir das vollkommen aus und ich bekomme schöne Fotos. Den Weißabgleich stelle ich auf Automatik oder Kunstlicht ein. Außerdem fotografiere ich in JPEG und RAW und nachher in der Bearbeitung das bestmögliche aus den Bildern herauszuholen. Die Farben stelle ich immer auf brillant ein. Meine Einstellungen passe ich natürlich immer je nach Lichtsituation an. Wenn die Bühne schön ausgeleuchtet ist, stelle ich 1/125, Blende 2,8 und Iso auf 1600 ein. Das wären dann optimale Bedingungen. Wenn sich die Künstler viel bewegen, sollte man die Verschlusszeit höher einstellen und dann mit ISO und Blende gegensteuern. Wenn die Bühne beispielsweise schlecht ausgeleuchtet ist und es ein Singer-Songwriter ist, reichen vielleicht sogar 1/80. Prinzipiell sollte man immer viel ausprobieren und mit seiner Kamera so vertraut sein, dass man die Einstellungen schnell einstellen kann, da sich die Lichtsituation teilweise sehr schnell ändert. Bei der Wahl der SD Karte solltet ihr darauf achten, dass sie schnell die Dateien schreiben kann, um so Verzögerungen zu vermeiden. Und: immer schön früh im Fotograben stehen, so sichert ihr euch einen guten Platz, denn später könnte der ziemlich voll sein. 

Kat Fankie • 01.03.2019 • TraumGmbH Kiel

Am 01. März 2019 gab Kat Frankie ein Konzert in der Trauma in Kiel. Ich durfte von meinem Verlag aus die Fotos machen und freute mich auch schon sehr. Jedes Konzert im Orange Club ist anders. Die Leute, die Stimmung und die Atmosphäre. Immer individuell und besonders irgendwie. Leider hatte ich eine falsche Zeit mitgeteilt bekommen und kam etwa in der Mitte des zweiten Songs an. Das war fatal, denn die Fotografen dürfen im Allgemeinen immer nur die ersten drei Songs vom Fotograben (der Bereich unmittelbar vor der Bühne, manchmal abgesperrt, manchmal nicht) aus fotografieren. Also hatte ich nur 1 ½ Songs Zeit für gute Fotos von Nahmen. Dadurch, dass ich schon ein wenig Übung darin habe, war das im Endeffekt aber gar nicht so schlimm. Danach machte ich von hinten und von oben noch ein paar schöne Hallenaufnahmen. Im Orange-Club kann man mit schönen Perspektiven arbeiten.

Nisse • 07.02.2019 • TraumGmbH Kiel

Nisse spielte am 07. Februar 2019 ebenfalls in der Trauma. Alex Mayr war dir Vorband und brachte gute Stimmung ins Publikum. Dadurch, dass ich früh da war, hatte ich einen guten Platz direkt an der Bühne sicher. Da es erst später richtig voll wurde, hatte ich während die Vorband spielte Freiheit, um ein bisschen mit den Perspektiven zu variieren. Als Nisse auf die Bühne kamen, gab es viel Applaus und die Stimmung war ganz oben. Generell war die Musikrichtung nicht ganz so nach meinem Geschmack, aber das machte nichts, denn so konnte ich mich 100% auf das Fotografieren konzentrieren. Am Ende war ich auch mit den Fotos sehr zufrieden.

Oysterband • 05.02.2019 • TraumGmbH Kiel

Ohne viel Brumborium spielt die Oysterband am 05. Februar in der Trauma. Sie fingen pünktlich an und es gab keine Vorband. Man merkte, es ging einfach nur um die pure Musik und das war schön. Keine Verkleidung, keine große Show, einfach nur Musik. Die Band kam aus England und war einfach super sympathisch und machte Spaß. Das Publikum war etwas die ältere Generation, trotzdem waren alle gut gelaunt und konnten alle Songs der Band mitsingen. Das Fotografieren brachte mir richtig viel Spaß und die Fotos finde ich auch supi.